Forschung

Studien zum Musiklehrkräftemangel

MIKADO-Musik

500.000 Schüler:innen verlieren ihren Musikschulunterricht! „MiKADO-Musik“-Studie belegt existentiellen Nachwuchsmangel an Musikschulen

Zentrale Ergebnisse:
• Bis 2035 gehen rund 14.700 Musikschulkräfte in den Ruhestand (Hochrechnung basierend auf aktuellen Zahlen des Verbands deutscher Musikschulen und des Deutschen Musikinformationszentrums).
• Dem gegenüber stehen lediglich rund 4.000 Absolvent:innen der Instrumental- und Vokalpädagogik sowie der Elementaren Musikpädagogik.
• Damit könnten in 10 Jahren etwa drei Viertel der freien Stellen nicht mit entsprechend qualifizierten Musikschullehrkräften besetzt werden.
• Angesichts konstant steigender Nachfrage bedeutet dies, dass mindestens 500.000 Schüler/-innen keinen Musikschulunterricht mehr bekommen können.

MULEM-EX Studie

Musiklehrkräftebildung - eine explorative Studie 2024

Angeregt durch die Diskussion in der AG Schulmusik im Rahmen der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und von dieser unterstützt entstanden seit März 2023 insgesamt 70 Studien unterschiedlichen Umfangs, welche die Ursachen des Musiklehrkräftemangels und des Rückgangs der Studierendenzahlen i den Lehramtsstudiengängen Musik untersuchen. In quantitativen und qualitativen Erhebungen wurden Schülerinnen und Schüler, Studierende und Berufstätige zu ihren Wünschen und Vorstellungen in Bezug auf die Studienwahl “Lehramt Musik” und den Berufswunsch “Musiklehrkraft” befragt. Insbesondere die Gründe dafür, nicht Musik zu studieren, wurden untersucht. Aus den Ergebnissen ergeben sich folgende Handlungsfelder, die neben den Hochschulen auch die Schulen und Bildungsadministration betreffen.

Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt, Präsident des Bundesverbands Musikunterricht, Prof. an der PH Heidelberg:

“Seit 2019 ist die Anzahl der Studenten für das Lehramt Gymnasium im Fach Musik um 40-50% zurückgegangen. Bis auf die MHS Stuttgart nehmen daher alle anderen MHS jeden Studenten, die die Aufnahmeprüfung besteht. Bundesweit sind nur ca. 80% der Plätze für das gymnasiale Lehramt im Fach Musik belegt. In anderen Bundesländern wurde das Studium Sek I und Sek II oftmals zusammengenommen. An den PHen in Baden-Württemberg gibt es so viele Lehramt-Musik Studenten für Sek I wie in allen anderen Ausbildungseinrichtung Deutschlands zusammen. Nach dem Studium gibt es jedoch eine erhebliche Abwanderungsbewegung nach Hessen und Rheinland-Pfalz. In BW sind derzeit 58 Referendare in der Ausbildung – deutlich weniger als früher. Nach dem Studium beginnen nur ca. die Hälfte ein Referendariat.”

 

Umfrage Selbstzweifel im Beruf

Tina Laube sucht Musikerinnen und Musiker, die auf der Bühne, im Orchester, mit ihrer Band oder beim Unterrichten immer wieder Selbstzweifel erleben und sich mehr Vertrauen, Präsenz und Leichtigkeit im Berufsleben wünschen.

Als Dankeschön für die Offenheit und das Vertrauen findet eine Verlosung einer 60-minütigen 1:1 Begleitung für nervensystem- und körperorientiertes Instrumentalspiel/Gesang mit Tina Laube statt. 

Die Teilnahme an der Verlosung ist freiwillig.

Tina Laube ist klassisch ausgebildete Geigern, Rhythmikerin und zertifizierte traumasensible Begleiterin - TSB®. Sie unterstützt Musiker/-innen dabei, mit ihrem Nervensystem und Körper zu arbeiten, so dass sie erfüllt und gesund ihrem Beruf nachgehen können. Außerdem unterrichtet Tina Laube an der Hochschule für Musik Dresden im Fach Rhythmik/EMP und ist freischaffende Geigerin in unterschiedlichsten Formationen. 

Bundesweite Studie: Amateurmusik als Wirtschaftsfaktor

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) lässt erstmals die wirtschaftliche Bedeutung der Amateurmusik in Deutschland umfassend untersuchen. Ziel ist es, repräsentative Daten zu den finanziellen Dimensionen des gemeinschaftlichen Musizierens zu erheben. Die Befragungen haben begonnen, die Ergebnisse werden im Herbst veröffentlicht. Der Verband ruft sowohl Privatpersonen als auch Ensemble- und Verbandsvertreter*innen zur Teilnahme bis Ende März 2026 auf.